Die arme Marie hatte daheim in ihrer Huͤtte den lieben Werni bis zum Mittage hin ſehnſuͤchtig erwartet. Er hatte verſpro⸗ chen, ihr die Antwort des Herrn Pfarrers in Aernen mitzutheilen, und Beide wollten dann im Verlaufe des Tages fuͤr ihre haͤus⸗ liche Zukunft noch Mancherlei bereden und berathen.
Der Mittag ging voruͤber und Werni kam nicht zuruͤck.
„Vielleicht hat ihn der Herr Pfarrer zum Eſſen behalten!“ dachte Marie bei ſich: „er war ihm immer wegen ſeiner Froͤmmig⸗ keit ſehr geneigt und bemuͤht ſich wohl, ihm die truͤben Gedanken aus dem Kopfe zu reden, die ihn jetzt ſo oft plagen.“
Marie beſchloß, ihrem Braͤutigam ent⸗ gegen zu gehen. Sie bedeckte das Haupt mit dem kleinen barettartigen Strohhuͤtchen, wel⸗


