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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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naͤher drang ſie zu ihm heran: er verlor die Beſinnung und ſank, von einem Wonneſchauer durchbebt, an ihre Bruſt.

„Noch fuͤnf und zwanzig Jahre mein!“ jauchzte Herli auf:„Gottlob!“

Kaum war der Name des Allmaͤchtigen uͤber ſeine Lippen gegangen, ſo ſchoß die Ge⸗ ſtalt des Gemsjaͤgers zur furchtbaren Rieſen⸗ groͤße empor, bis an die Decke des hohen Gewoͤlbes. Aus ſeinen Augen, aus ſeinem Munde quollen Feuerſtroͤme. Eine heulende Windsbraut draͤngte ſich aus der Tiefe der Hoͤhle herauf, ergriff den ſchwarzen Herli und ſchleuderte ihn, im tollen Wirbeldrehen, aus der Hoͤhle, uͤber den Felſenpfad der Berg⸗ ſchlucht, ſo daß er in wenigen Augenblicken, mit graͤßlich zerſchellten Gliedern am Fuße der hohen Felswand lag, mit deren ſeltſam geſtalteten Gipfeln das ſchwankende Licht des Mondes noch immer ein magiſches Spiel trieb.—

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