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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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Wild ſtarrte ihn der Juͤngling an. Seine Gebeine bebten im Fieber, ſein zerruͤtteter Geiſt vermochte nur einen Gedanken zu faſſen. Er ſtammelte ſeltſam lachend:

„Ja, ja, die Kriſtallkönigin! Die muß mir geben was ich verlange; das weiß ich wohl. Nur vorwaͤrts, damit wir bald bei ihr ſind!“

Nach dieſen Worten betraten ſie den Ein⸗ gang der Schlucht. Bald wurde durch vor⸗ tretende Felſen das Licht des Mondes verbor⸗ gen; ein wilder Sturm heulte herüher aus dem Thalgrunde. 3

7.

Werni, von dem ſchwarzen Herli

ſtark gefaßt und geleitet, ſchritt an deſſen Seite

neben dem toſenden Gebirgsſtrome hin, uͤber einen wilden und unebenen Pfad, deſſen, oft nach dem Strombette, ſchief ablaufende Stel⸗ len die Wanderer in Lebensgefahr gebracht haben wuͤrden, wenn nicht aus der Tiefe der