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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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ungluͤckliche Liebe und keine verfehlte Hoff⸗ nung den Schlaf verdarben.— Als Seppi am fruͤhen Morgen in das Wohngemach herabkam, fand er ſchon Aen⸗ neli braͤutlich geſchmuͤckt, aber dabei bleich 3 wie der Schnee am Jungfraugipfel. Der MNeier und ihre Muhme waren zugegen. Das Maͤdchen ſchien geweint zu haben. Muͤhſam veerbarg Seppi die innere Zerknirſchung. Zu ſeiner unangenehmen Ueberraſchung ſollte nun, wie der Meier ihm anzeigte, die Trauung, welche fruͤher auf den Nachmittag beſtimmt

geeweſen, ſchon am Morgen vollzogen werden. Sowendi trat feſtlich gekleidet herein; au

er war blaß und ſchien die Nacht in Unruhe zugebracht zu haben. Er hielt ſich in einer gewiſſen Entfernung von Aenneli, faſt mehr, als es einem Braͤutigam am Hochzeitsmorgen geziemte. Die Muhme betrachtete ihn deßhalb mit unwilligen Blicken. Da kamen nun auch die Maͤdchen und Juͤnglinge des Orts in ihren Feſtkleidern herbei, um den feierlichen Zug