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Braͤutigam und Seppi. An der Seite Swendi's befand ſich der Vater, mit wel⸗ chem jener ſich unausgeſetzt unterhielt, ohne fuͤr ſeine Braut eine weitere Aufmerkſamkeit zu zeigen. Aenneli und Seppi hatten nicht den Muth viel mit einander zu plaudern:
Beide waren von der Seltſamkeit ihrer Lage
gedruͤckt. Die Scherze der Maͤdchen wurden entweder gar nicht oder mit Ungeſchick erwie⸗
dert, ſo daß Aenneli's Freundinnen in der 3 Hoffnung auf einen froͤhlichen Abend getaͤuſcht,
bald aufbrachen und ſich entfernten. Als Seppi ſich mit ſeinem Pflock in der Kammer befand, welche ihm auch ehedem
zur Wohnung gedient hatte, kamen ihm die Ereigniſſe des heutigen Tages nur wie ein
ſonderbarer Traum vor. Das Ziel ſeiner Wuͤn⸗
ſche, welches er durch die gefahrvolle Reiſe
zu erreichen gedacht, war nur ein fluͤchtiger und heimlicher Abſchied von Aenneli gewe⸗
ſen, ein verſtohlener Haͤndedruck; die hoͤchſte
Hoffnung: ein letzter Kuß! Jetzt ſah er ſich 4


