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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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Seppi verſtohlen die auf ſeinem Nuͤcken lie⸗ gende Hand zu druͤcken. Auch der Meier war tief ergriffen. Er lehnte ſeine beiden Haͤnde auf des Juͤnglings Schultern, ſah ihm treuherzig in die Augen und ſprach: „Wahrlich du biſt ein braver Junge!“ Dann ſetzte er leiſer und in ſich gekehrt

hinzu:„der Tell erſchlug ſeinen Feind, der

aber“— hier brach er ploͤtzlich ab und wendete ſich mit einem Seufzer wieder zu ſeinem Sitze. Allein ehe er noch dieſen erreichen konnte,

fluͤſterte ihm Swendi einige Worte zu, nahm

ihn beim Arme und verließ mit ihm das Zim⸗ 8 mer. Seppi blieb allein bei der Geliebten. Beide vernahmen deutlich wie der Vater und 5 der Braͤutigam ſich zu dem im Ober⸗ Stock gelegenen Gaſtgemach begaben und dort mit ſtarken Schritten uͤber ihren Häußtern auf 4 und niedergingen. Auf der Bank des niedern Porzellnofens ſaßen nun Aenneli und Seppi ſtill neben einander. Wie viel man auch bei dieſer Zuſam⸗