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Dorn des Liebesſchmerzes in der Bruſt des Juͤnglings. Er erkannte in dem lockern Schnee⸗ boden die Spuren eines Saumthiers, das hoͤchſtens den Vorſprung von einer Stunde vor ihm haben konnte. Ohne Zweifel war Swendi, Aenneli's gluͤcklicher Braͤutigam, ſchon hinabgezogen in das untenliegende Thal. In traurige Gedanken vertieft ging Seppi weiter; bald aber ward es um ihn ſo duͤſter, wie in ſeiner Seele. Der Nebel vom Suſten hatte die Mayenſchlucht und den einſamen Wanderer erreicht. Das heranſtuͤrmende Ge⸗ woͤlk loͤſte ſich in den wilden Tanz eines dich⸗ ten Schneegeſtoͤbers auf. Der Wind ward immer gewaltiger; der Donner der ſtuͤrzenden Lavinen hallte haͤufiger aus den Bergen wieder. Seppi arbeitete mit Anſtrengung dem Schnee und Sturm entgegen; dabei richtete er ſeine Aufmerkſamkeit auf die von Raum zu Raum, zur Bezeichnung der Straße aufgerichteten Pfaͤhle. So mochte er bei zwei Stunden vorwaͤrts geſchritten ſeyn. Da wurde aber


