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das Mädchen ihm vorangeſchritten war, den Offizier in ein ſchwarz bekleidetes Gewölbe blicken ließ, wo die ſterblichen Uberreſte der Ahnen des Barons eine bisher noch unentweihte Ruhe gefunden hatten.
Hier, wo ein ſo reicher Stoff zu ernſten Be⸗ trachtungen ſich bot, ſollte Ottokar, nach einer kalten und ernſten Mittheilung ſeiner Begleiterin, ſo lange verweilen, bis ihm angezeigt würde, daß er in vollkommener Sicherheit dieſes Aſyl verlaſſen könne. Der junge Mann beſaß einen Muth, der ſich oft ſchon in den verzweifelſten Lagen bewährt hatte. Der finſtere, ruhige Ernſt des Todes, der hier herrſchte, wehete ihn aber mit einem ungewohn⸗ ten, ſein ganzes Weſen ergreifenden Schauer an. Er empfand einen Fieberfroſt, der ſeine Glieder er⸗ beben machte. Mochte auch der Eindruck, den der Ort auf ihn hervorbrachte, den größten Theil hier⸗ an haben, ſo konnte auch der Wechſel der Luft, das plötzliche Eintreten in das feuchte, kalte Grabge⸗ wölbe in einem Zuſtande großer Erhitzung, auf die nachtheiligſte Weiſe wirken. Ein dumpfer Kopf⸗ ſchmerz betäubte ihn, allein, indem Hedwig die Leuchte auf eines der Grabmäler ſtellte, bemerkte er doch, daß ſie das reizendſte weibliche Weſen ſey, welches er je geſehen, und ein bitteres Gefühl über die Verachtung, die ſie ihm gezeigt, bemächtigte ſich II.


