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ſie nun anfing, ihre Flucht als ein Verbrechen zu betrachten, daß wir an die Eltern ſchrieben und um ihre Verzeihung, um Verſöhnung mit ihnen flehten. Der erſte Brief blieb unbeantwortet, viele andere kamen uneröffnet zurück, endlich gelangte ein kurzes Schreiben des Bruders, in das ein Gold⸗ ſtück eingewickelt war, zu uns, in dem er mit kur⸗ zen Worten meldete, der Vater ſey todt, die Fa⸗ milie habe ſich losgeſagt von der entarteten Toch⸗ ter, und man möge das Beigefügte als ein Almo⸗ ſen anſehen, das hiermit zum erſten und letzten Male erfolge. Deine Mutter konnte dieſen Schmerz nicht ertragen. Sie ſtarb an der Unverſöhnlichkeit ihrer nächſten Verwandten.“
Der Alte ſchwieg und zerdrückte eine Thräne, die in den grauen Wimpern hing. Antoniens Hand lag in der ſeinigen. Das Mädchen hatte, von ſeltſamen Empfindungen ergriffen, auf ſeine Rede gehört. Alles ſchien ihr wie ein Traum, aber wenn ſie dann auf die Stadt, wenn ſie auf den Vater ſah, dann tauchte es vor ihr wie trübe Bil⸗ der der Wirklichkeit aus dem Traume auf.
„Ich habe das Goldſtück noch!“ fuhr der Alte in einem weichen Tone fort, indem er ein zerknit⸗ tertes Papier aus ſeiner Taſche nahm, in das die Münze eingewickelt war.„Wir haben es in der
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