197 pagen, und ſein Kutſcher, nebſt dem Reit⸗ knechte, mußten ſich an dem Tage, wo er in Leipzig einfuhr, in die reichſte Lioree werfen; er ſelbſt trug ein reichgeſticktes, ſcharlachro⸗ thes Cavalierkleid und einen Degen mit koſt⸗ barem goldenem Gefaͤß. 2
So nahete er der ſchoͤnen Lindenſtadt, dem Sitze des Welthandels, der Induſtrie und wahrer Gelehrſamkeit. 4
Eben hatte er das damals ſchon freund⸗ liche Lindenau erreicht, eben wollte er mit ſeinem brauſenden Poſtzuge uͤber die Bruͤcke am Kuhthurme fahren, als hoch aufwirbelnder Staub ihm einen nahenden Aufzug verkuͤndete, und entgegenſprengende Reiter ihn erſuchten, entweder hier zu hal⸗ ten, oder auf einen Seitenweg einzulenken.— Er waͤhlte das erſtere,— ſtieg aus dem Wagen, trat in die Wohnung des Oberfoͤ⸗ ſters,(deſſen Dienſtwohnung der ſogenannte Kuhthurm war,) ein, und ward hier vom
biedern Wirthe und einigen zum Predigercoll


