196 Bald erſchienen die Glaͤubiger, Prozeſſe wurden eingeleitet, und ſo unangenehm dieſe fuͤr ihn auch waren, ſo begannen ſie doch ſein kummervolles Gennuch allmaͤhlig zu zer⸗ ſtreuen.— Seine Gattin lebte indeß in Tauben⸗ hayn, und bald wußte ihr die arge Welt viel Boͤſes nachzureden; der uͤble Leumund war beſchaͤftigt, es dem Freiherrn zu hinter⸗ bringen und ihm mit den gehaͤſſigſten Far⸗ ben das trauliche Verhaͤltniß der gnaͤdigen Frau mit ihrem Leibjaͤger auszumalen. Dieſes ſchmerzte ihn gar ſehr, und ge⸗ kraͤnkter Stolz und Eiferſucht zedachten in ſeinem Herzen. Schon wollte er dieſem Geruchte durch
naͤhere Nachforſchungen auf den Grund zu kommen ſuchen, als wichtige Prozeß⸗Angele⸗ genheiten ihn nach Leipzig riefen.— Hier erforderte es die Ehre ſeines Standes, im freiherrlichen Glanze zu erſcheinen, darum weaͤhlte er diesmal die praͤchtigſte ſeiner Equi⸗


