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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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187 de, die Schuljugend kniete um den Raben⸗ ſtein. Eine ſchauerliche Stille ſchwebte auf dieſen Hoͤhen, da erhob der Nachrichter das breite, blitzende Schwert und nahm ſeine Richtung.———

„Herr Jeſu, Dir lebe ich!“ ſprach der Pfarrer, der ſie eingeſegnet hatte,

„Dir ſterbe ich!!!“ 8 — Das Schwert blitzte,— ihr Haupt ſank— ſie fiel und die Nacht des To⸗ des hatte ſie umfangen.—

Das blutige Schwert noch in den Haͤn⸗ den haltend, rief jetzt der Nachrichter, vor den enthaupteten Leichnam tretend,„Habe ich recht gerichtet?“ Und als dies die Krimi⸗ nalrichter bezeugten, wandte er ſich gegen Auf⸗ gang der Sonne und ſprach mit lauter und bewegter Stimme:„Allmaͤchtiger, ich danke dir, du haſt meine Hand gelenkt, daß ic ſchnell vollbrachte!“

Jetzt wurde der Leib der Gerichteten beim

Hochgerichte beerdigt, und tuſend Shräna