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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
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Liebe hoffen konnte;— wenn er meinen zer⸗ ſchlagnen Koͤrper ſieht, wird Mitleid, wird Erbarmen in ſeiner Seele wiederkehren.— Sie tappte durch die Finſterniß; Regen, Schneegeſtoͤber und Sturm wehten ſie mit kaltem Entſetzen an; aber ſie ging durch alle Schrecken der Nacht,— das Schloßthor war noch auf, ſie ſah im Zimmer des er⸗ ſten Stockes Licht, ging unbemerkt die Stie⸗ gen hinan, oͤffnete eine Thuͤre, und ſtand jetzt vor ihrem Verfuͤhrer. Gegenſeitiges Entſetzen feſſelte beide. Des Freiherrn Antlitz war blaß und leidend, ſein Auge ruhete ſchwach und unſtaͤt auf der Jammergeſtalt, er wollte

ſprechen,— und vermocht es nicht, er wollte ihr die Hand reichen, und ſie zitterte.— Ro⸗

ſa's Auge fuͤllte ſich mit Thraͤnen,— ſie ſtreckte ihre Arme nach ihm aus,— ließ ſie ſie ſchluchzend ſinken,— aber ihr Schmer⸗ zensblick ſagte: Erbarme Dich meiner! Schreck und Entſetzen ergriff den Frei⸗ herrn, als er das einſt ſo ſchoͤne Maͤdchen