161 Weib und Tochter kraͤnker, leidender, hoff⸗ nungsloſer als je, erblickte, denn beide wuß⸗ ten von der Ankunft des Freiherrn noch nichts. Eben ſahe er im dumpfen Hinbruͤ⸗ ten aus ſeiner Stube auf die gebrochene Lin⸗ de, als der rothkoͤpfige Gaͤrtner, der, als Anne⸗Lieſens Liebhaber, dem Pfarrer in den Tod fatal war, mit einem wahren Ju⸗ dasgeſichte hereintrat. Hohn und Luͤge ſpiel⸗ ten um die aufgeworfne Lippe und die er⸗ zwungene, kriechende Hoͤflichkeit gab ſich durch ein haͤßliches Laͤcheln kund. Er vermeldete den Gruß des Freiherrn, ſeine Bereitwillig⸗ keit, moͤglichſt gut zu machen; aber auch zu⸗ gleich die Unmoͤglichkeit einer Vermaͤh⸗ lung, da dies nicht mehr in der Ausfuͤh⸗ rung des bereits ebenbuͤrtig vermaͤhl⸗ ten Freiherrn laͤge.
Der lang verhaltene Zorn des gemuͤths⸗ kranken Pfarrers brach fuͤrchterlich aus. Er ſtieß den Sprecher von ſich, eigtiff eine an 3
2,


