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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Berge ſtanden die einzelnen weißen Haare.

„Hoͤrſt Du! rief er, die Glocken verkuͤnden

Deine Schande und meinen nahen Tod! Ach!

meine, meines Hauſes Ehre iſt eher in das Grab geſunken, als ich ſelbſt,— und dies

iſt der Lohn meines Berufs, wo ich, der Sit⸗

tenreinheit und Geſetz verkuͤndete, nun laut

ausrufen muß: Wehe mir! denn die Suͤnde

iſt in mein Haus gegangen!!“

Roſa war ſtumm bei dieſen Vorwuͤrfen, ihr Herz blutete und ihr Gewiſſen ſagte ihr: Du biſt eine Suͤnderin! Dein Leichtſinn bringt den guten Vater in das Grabl!—

Sie folgte ihm in die Kirche, denn die Mutter mußte, wegen Krankheit, das Haus

huͤten. Heute ließ der Paſtor lauter Sterbe⸗

lieder ſingen, das Evangelium vom allge⸗ meinen Weltgericht berechtigte ihn da⸗ zu. Er ſprach aus der Tiefe des Herzens mit großer, ſichtbarer Anſtrengung. In der

Rede Begeiſterung ſchilderte er mit treffender

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