67 ſamen Garten? Um Mitternacht? allein, die Jungfrau,— ſoll ſie vergeſſen die hei⸗ lige Zucht der Jungfraͤulichkeit, allein, ohne
der Aeltern Wiſſen und Willen?— Das
ſind Forderungen die ein ehrliches Maͤdchen nicht befriedigen darf. Die Tugend ſpricht nein, und ſie nur iſt der Weg des Lebens und des Gluͤcks, und folg' ich ihr, wenn ich
des Freiherrn Willen erfuͤlle?— und doch,
— er liebt mich ſo innig, ſo treu, dieſe Ge⸗ ſchenke konnte er nur der kuͤnftigen Gemahlin anbieten;— wohlan! ich komme.— Ein Geraͤuſch hinter der Laube ſtoͤrte ſie, ſie, nahm Brief und Geſchenke, und ging ſchnell aus dem Garten,— und ſahe nicht, daß ſie Ro⸗ land belauſcht hatte. Die Kirchenglocken laͤu⸗ teten zum erſten Mal ein, das Maͤdchen ging mit ihrer Mutter ines ſtille, friedliche Gottes⸗ haus; aber ſie hoͤrte die Worte der Andacht nicht, denn ihr eitles Herz war bei dem Ge⸗ liebten. Sie traute ſich, als die Kirche ge⸗ endet war, nicht, ſich der Mufter. in entdek
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