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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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65 der Zukuͤnftigen.“— Jetzt heften ſich ihre Augen auf ein beſchriebenes Blatt,— es iſt

ein Briefchen auf Seidenpapier, welches gol⸗

dene Kanten umraͤnderten,— ſie entfaltet es

und lieſt:—

„Verehrtes, geliebtes Maͤdchen!“

„Sind Sie eine Zauberin?— wie konn⸗ ten Sie ſo ſchnell mein Herz zu heißer Liebe entflammen,— ſeitdem ich Sie ſah, lebt nur ein Gedanke, nur ein Wunſch in meinem Herzen,— der Gedanke heißt Roſa, der Wunſch, ihr anzugehoͤren bis in den Tod.

Dem Freiherrn oͤffnen ſich die Reize des Lebens;— nicht fuͤr ihn, ſondern fuͤr

Heinrich allein, werbe ich um den Herr⸗ lichſten.

Roſal! waͤre ich Ihnen nicht gleichgul⸗ tig, war das Erroͤthen an meiner Ta

eine Sprache ihres Herzens, ſe 5