17.
Naͤchſten Sonntag darauf, wo der Pfar⸗ rer zu Taubenhayn, Roſa's Vater, eine Va⸗ canz⸗Predigt zu halten hatte, und in der Tau⸗ benhayner Kirche ſogenannte Schulmeiſter⸗Leſe war, ging die ſchoͤne Pfarrerstochter vor be⸗ gonnenem Gottesdienſte in ihrem Garten ſpazieren,— ſehnlich ſah ſie nach dem Schloſſe hinuͤber, denn der Freiherr lebte in ihrem Herzen.
Eben jetzt erblickt ſie den herrſchaftlichen Jaͤger. Roland naͤherte ſich ehrfurchtsvoll, und uͤbergab ihr, nebſt einem Gruße des Freiherrn, ein verſiegeltes Paͤcktchen.— Sie dankte, gab ein Compliment zuruͤck, und ſchob das Geſchenk ſchnell in den Buſen, den be⸗ rufenen Hehler weiblicher Geheimniſſe.—
„Danken Sie, in meinem Namen, Ihrem Herrn, ſprach ſie, ich werde antworten, ſobald


