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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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61 ter lebt in meinem Herzen, wie keine vor ihr. Lehre mich ſie pruͤfen und erforſchen, und dies gelobe ich bei meiner freiherrlichen Ehre, wer Dich, wer mich uͤberzeugt,— daß ſie in mir nur den Mann und nicht den Freiherrn liebt, daß wahrhafte Anhaͤnglichkeit des Her⸗ zens, nicht Eitelkeit und Selbſtſucht, Roſa an mich kettet, der gruͤndet mein Gluͤck. Das treue unſchuldige Maͤdchen will ich ehren;— aber gegen das eitle mich auch aller Waffen bedienen. Das wahrhaft treue nenne mich ihren Heinrich— ihren Gemahl; die eitle aber ſoll nur meine Geliebte, meine Gabriele ſeyn.

Roland. Ich glaube nicht, daß ſie be⸗ ſtehen wird, denn Eitelkeit iſt des Weibes Name und den Leichtſinn erbten alle von Eva.

Freiherr. Verſuchen wollen wir, ob ſie Geſchenke liebt,— annſt den koͤſtli⸗ chen Schmuck, den ich mit von Paris brachte, bringe ihr ihn in meinem Namen.

Roland. Wird ſie ihn annehmen duͤr⸗