Druckschrift 
Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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20.

Freude. Alle ſeine Habe wurde gerichtlich verſiegelt, er in aller Stille Tags darauf be⸗ erdigt, und der ſonſt gute, gemuͤthliche, gegen ſeine Unterthanen milde, und gegen jeden Ar⸗ men wohlthaͤtige Mann, hinterließ eine ver⸗ laſſene Wittwe und arme, trauernde Wai⸗ ſen. Der Hauslehrer wurde ſofort ent⸗ laſſen.

4.

Ein Jahr war voruͤber, Candidat Ernſt erhielt einen ehrenvollen Ruf als Pfarrer, er hatte bereits ſeine Antrittspredigt in Z a gehalten, Patron und Gemeinde ehrten den ernſten Mann, den gewaltigen Prediger, da gedachte er des armen Riekchens, die nach ausgebrochenem Concurs mit ihrer Mutter, einem gebornen Fraͤulein N. N., ſtill und freudelos lebte, und eben jetzt ihre junge Schweſter, die eine Blatter⸗Epidemie weg⸗ raffte, betrauerte.*