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314 Dreiunddreißigſtes Kapitel.
kommen über die alte Erde zuweilen doch Zeiten, wo ſich uns etwas wirklich Höheres offenbart, gewaltig herr⸗ ſchend, unwiderſtehlich fortreißend, bis in die Tiefen un⸗ ſeres Weſens läuternd; Zeiten, wo der Einzelne mit ſei⸗ nem perſönlichen kleinen Leben und Fühlen, mit ſeinem bischen Freude und Leid wenig oder gar nicht mehr in Betracht kommt,— nicht für die Mitlebenden, ja nicht einmal mehr in ſeinen eigenen Augen und für ſich ſelbſt. Ja wenn der Darſteller ſolcher Zeit, der Geſchichtsſchrei⸗ ber ſo gut wie der Dichter, ſeiner Aufgabe gerecht werden will, darf er des Einzelnen mit ſeinem Einzelleben nur noch in ſo weit gedenken, als derſelbe der großen Zeit, dem großen Ganzen und ihren Anforderungen entſpro⸗ chen hat.
Eine ſolche Zeit war diejenige, in welche wir unſere Leſer zurückgeführt haben, und obgleich wir auf nichts weniger verſeſſen ſind als auf das Preiſen und Hochſtel⸗ len der Vergangenheit gegenüber der Gegenwart, in der wir nun einmal leben müſſen, ſo dürfen wir dieſer Zeit doch nachrühmen, daß keine wie ſie bewieſen hat, weſſen ein einiges Volk und ein einiger Wille fähig iſt, wie vor ihnen nicht nur der äußere Feind, ſondern auch alle die im Inneren ſchleichenden und wirkenden kleinen feindlichen Mächte zerſpringen,— gleich Glasſcheiben, mit denen man einen Brand begrenzen möchte. Das bewies uns dieſe Zeit und darum ſollen wir ihr An⸗ denken in uns friſch erhalten und von ihr unſeren Kin⸗ dern erzählen, wie unſere Eltern, die Mitlebenden und Mithandelnden, uns davon berichteten. Es darf und
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