Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Harren und Sorgen. 31

theile ſchien er, ohne daß die Gründe für einen ſolchen ſeltſamen Entſchluß klar wurden, an einen längeren Aufent⸗ halt zu denken. Der Courier⸗ und Ordonnanzen⸗Wechſel zwiſchen ihm und den anderen höheren Behörden in S. war im vollſten Gange und wurde, wie dergleichen bei den Franzoſen ſtets, mit der muſterhafteſten Ordnung, mit der größten Genauigkeit und Schnelle betrieben. Dazu erſchienen ein paar Verwaltungs⸗Beamte in Nieder⸗Rhoda ſelbſt. Die Adjutantur war vollſtändig da und die un⸗ teren Säle und Räumlichkeiten des Schloſſes waren faſt alle in Bureaux und Kanzleien verwandelt, wo auf das eifrigſte gearbeitet wurde, von wo Befehle und Verord⸗ nungen ausgingen, wo allerlei Maßregeln und Anord⸗ nungen vorbereitet wurden, die ſich bald darauf in den Regierungs⸗Blättern bekannt gemacht fanden und eine wie alle darauf hinarbeiteten, das Land immer mehr zu einem wirklich franzöſiſchen zu machen, es mit immer neuen Banden an das Kaiſerreich zu feſſeln, und mit der größten Energie jedem Widerſtande zu begegnen drohten. Ja, der Präfect ſelber kam auf ein paar Tage von S. herüber, und es entſtand das Gerücht, daß demnächſt viel— leicht die Militär⸗ und Civil⸗Autoritäten von S. nach der für dieſe Bezirke freilich bei Weitem günſtiger gelegenen, wenn auch viel kleineren Nachbarſtadt G. überſiedeln würden.

Alles deutete darauf hin, daß die Franzoſen die Wichtigkeit dieſer Küſten, wo man weit und breit die einzigen, auch für größere Schiffe ziemlich zugänglichen und einige Sicherheit gewährenden Häfen fand, ernſtlich zu begreifen