Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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1 nicht

Gräfin Hebe daheim. 279

einmal die Zweite ſein. Denn Sie ſchienen mir niemand einen Platz neben oder hinter ſich übrig laſſen zu wollen. Sehen Sie— darin lag's.— Dann ſah ich Sie alles, was gegen die Franzoſen, protegiren, gegen diejenigen, die nach meinen bisherigen Anſchauungen im vollſten Glanze des Glückes, des Ruhmes und des— Rechtes da ſtanden. Ich ſah Sie nicht nur den Großvater und jeden Anderen beherrſchen und verſpotten, ſondern auch gegen Vial intri— guiren— das indignirte mich. Sie entzogen den Letzteren mir, Sie ſpielten mit ihm und lachten ihn heimlich aus— das indignirte und erbitterte mich noch mehr.— Ich hatte mich, wie ich ſchon ſagte, an ihn gewöhnt. Ich nahm ſeine Huldigungen, die übrigens faſt immer in ſtrengen Schranken blieben, nicht nur an, ſondern ich vermißte ſie, wo Sie ihn mir entzogen, und bedurfte ihrer.“

So ſprach Stephanie in der ſtillen Nachmittagsſtunde zur Tante, der ſie in dem uns bekannten anmuthigen Zimmer gegenüber ſaß, neben der lauſchig überrankten Fenſterniſche, auf demſelben Tabouret und in eben der Nähe, wie wir hier ſchon einmal Sophie Magdalene trafen. Sie ſaß nicht in ihrer ſtarren und geraden Haltung, die ſie ſonſt nur ſelten aufzugeben pflegte, und auch nicht in der nachläſſigen und doch im Grunde übermüthigen Gleich⸗ gültigkeit der vornehmen, verwöhnten und durch ihre Um⸗ gebung nicht gerade angeſprochenen Dame, ſondern ſie war vornüber geneigt, den Arm auf das Knie geſtützt und das Köpfchen auf die Hand gelegt, und der roſige Hauch, der jetzt ihr Geſicht, ihren Hals und Nacken be⸗ deckte, war leicht als eine Folge der Aufregung und der