Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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8 Elftes Kapitel.

alſo leicht das leere Neſt finden können, und dann! Abbrechend ſchüttelte er langſam den eisgrauen Kopf.

Karſten Herbart lachte rauh hinaus.Na, Steffen, antwortete er,das glaubſt du ſelbſt nicht, daß ich da hereintappe, wie ein blinder Gaul. Ich wußte gut ge⸗ nug, daß du wieder hier ſeieſt. Wenn ich's wollte, ginge keine Katze von einem Haus zum anderen, ohne daß ich davon hörte, meine Jungen haben gute Augen und ſtecken allerwärts. Und ſo erfuhren wir denn geſtern Nacht auch, daß du mit deinem Tochterkind durch die Heide gekommen und daß überdies auch vorgeſtern wieder zwei Bataillone, Franzoſen und Italiener, von S aufgebrochen und auf L. zu marſchirten. Du ſiehſt, es wird leer im Lande.

Der Greis hatte bei den Worten des Anderen zuerſt den Kopf, dann auch die faſt ſtets halbgeſenkten, faltigen Augenlider erhoben und ſchaute ihn mit dem ſtarren, gleichſam abweſenden Blick an, den wir in dieſen Augen ſchon ein paarmal beobachteten.Da weißt du mehr als ich, ſprach er endlich, indem die Lider wieder nieder⸗ ſanken;ich erfuhr drüben weniger von euch, als gut iſt, eigentlich nur, daß man das Volk aus den Dörfern zu⸗ rück und nach G. und S. zöge; ich bin drüben eben doch nicht ſo bekannt wie hier, und es iſt ein anderer Schlag Menſchen. Dabei dachte ich mir denn freilich ſo was, allein jetzt erſt ſagſt du's für gewiß. Das iſt was! fügte er, wieder kurz aufblickend hinzu.Was haben ſie nun noch, Karſten?

Wenig, Vater, verſetzte der Seemann jetzt gleich⸗