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314 Zehntes Kapitel.
mich des zweiten Windlochs nicht vergeſſen und es nicht verfehlen ließ. Unter Waſſer kommt Mancher— aber wie⸗ der heraus, das iſt der Witz!— Ich habe ſchon genug ge⸗ kannt, denen das nicht gelungen iſt.“— Er wandte ſich ab.—
Comteſſe Hebe ſchüttelte lachend den ſchönen Kopf. „Ah, Vetter, nur nicht zu ſtolz!“ rief ſie ihm nach, der zum Tiſch und mit einer leiſen Frage zu dem jungen Mädchen trat, das ſich noch immer dort auf der gleichen Stelle hielt.—„Es gibt noch mehr kluge Leute!“— Und zu ihrem Nachbar zurückblickend, redete ſie in verändertem Tone und gedämpft:„Nicht wahr, Vicomte, das ſind eigentlich zu große Thorheiten, um darüber zu lachen? Aber was wollen Sie! Wir ſind hier gar ländlich und nicht verwöhnt.— Und nun— Sie wollten mir von euren Siegen erzählen—“
Er zuckte die Achſeln, und man ſah es ſeinem Ge⸗ ſicht und ſeinen Augen an, daß er ſich zwang, auf dieſes Thema gerade einzugehen.„Von Siegen weiß ich leider nichts,“ erwiderte er leiſe.„Renaud iſt ſparſam mit ſei⸗ nen Nachrichten. Doch ſcheinen die Verluſte der Armee groß zu ſein, da immer neue, anderwärts kaum entbehr⸗ liche Truppen nachgezogen werden. So ſoll ich auch die Kompagnieen, die bisher in den anderen Dörfern und bei Ihren Verwandten vertheilt waren, nach S. aufbre⸗ chen laſſen und allein dieſe Küſtendörfer beſetzt halten. Renaud weiß noch nicht, ob und was er mir zum Erſatz ſchicken kann.
„Sagen Sie ſelbſt, Gräfin,“ fügte er hinzu, und er war wirklich ernſt geworden,„wie ſoll das enden? Jetzt


