Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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302 Zehntes Kapitel. fangenheit und Richtigkeit ich bürgen zu können glaube. Der Dienſt iſt jetzt leicht. Es iſt ringsum alles ſtill. Sie murren vielleicht innerlich, aber ſie gehorchen, denn ſie fühlen ſich gebändigt, und ſelbſt von jenem Wahnſin⸗ nigen, den Sie damals in der Heide aufſuchten, hört man nichts mehr. Graf Eugen ſagte mir lachend, der ſäße jetzt daheim und hörte nicht mehr die Stimme der Luft⸗ geiſter, ſondern das Schreien ſeiner Enkel, die er nunmehr ſtatt ſeiner Herde zu hüten habe.

Das iſt alles, General. Kommen Sie und ſehen Sie ſelbſt es iſt hier charmant. Gräfin Hebe trägt mir auf, Ihnen zu melden, daß Sie die Einladung zum Balle nicht ablehnen könnten, ohne ihren ernſtlichſten Zorn zu erregen. Und auch ich, General, bitte Sie, zu kommen. Sie ſehen dann mit Einem Blick alles, was in dieſem Lande von Einfluß und Bedeutung ſein könnte.

General Renaud glaubte dieſen Schilderungen wenig ſtens in Bezug auf die beſchriebenen Perſönlichkeiten, voll⸗ ſtändig, denn er kannte Vial's Beobachtungsgabe und hatte gerade aus dieſer Rückſicht den jungen Mann zu dem Kommando erwählt, das er der Lage der Dinge nach für eines der wichtigſten und zugleich nothwendigſten in dem ganzen ihm untergebenen Bezirke hielt. Ein zweiter Grund war freilich auch die Energie des Offiziers ge⸗ weſen, mit der er, wo es Noth thut, rückſichtslos durchzu⸗ greifen verſtand, und ein dritter endlich die ganze Perſönlich⸗ keit, die beſtechende äußere Erſcheinung, die Gewandtheit und Liebenswürdigkeit, mit einem Worte, die glänzenden geſell⸗ ſchaftlichen Vorzüge ſeines Adjutanten, der nicht allein