Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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18 Erſtes Kapitel.

Züge zurückſchoß, ſprach knirſchend:„Schon gut, wir wer⸗ den uns revanchiren. Für jetzt kommt nicht nur der Landſtreicher hier, ſondern auch der alte Strolch mit, der ſich an Beamten Sr. Majeſtät zu vergreifen wagt. Ihr ſollt eure Herren ſchon erkennen und reſpectiren lernen. Allons, oder beim Teufel, ich brauche meine Waffe!“— Und er erhob in der That den Carabiner.

„Genug, genug, Monſieur, beſinnt Euch!“ ſagte der Graf mit merkwürdig ruhigem Ton und Blick und ließ ſein Pferd noch einen Schritt weiter vorgehen, ſo daß er hart neben dem Wüthenden hielt.—„Der Alte iſt mein langjähriger Diener, der Fremde hier an mich empfohlen, für Beide hafte ich, Graf von Rhoda⸗Lipen auf Dreihei⸗ ligen— Ihr kennt mich ſo gut, wie Euer Kamerad und Eure Vorgeſetzten. Ich hafte für ſie, wiederhole ich—“

„Ich frage den Teufel nach einem Fürwort!“ fiel ihm der noch immer Grimmige in die Rede.„Mit müſſen und mit ſollen ſie. Ich kenne meine Pflicht und will euch deutſches Lumpenpack ſchon Mores lehren.“

„Verſucht's, aber auf Eure Gefahr, Monſieur,“ lau— tete die nochmals ruhig betonte Antwort, während ſich im Auge des Grafen jedoch etwas zeigte, was eine demnächſt bevorſtehende Aenderung möglich erſcheinen ließ.„Ich glaube wenigſtens nicht, daß Beide einem Angriff weichen, der durch nichts gerechtfertigt wird, und dem gegenüber auch meine Einmiſchung nutzlos ſein dürfte; ich habe den Leuten ſchließlich nur zu rathen, nicht zu befehlen. Ich hoffe,“ fuhr er fort, und wandte ſich damit, franzöſiſch redend, an den anderen Douanier,„Sie, mein Herr,