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warf den Torniſter auf den Tiſch und ſtellte den Wanderſtab in eine Ecke.
„Alleweil hellauf, Poveretti,“— begrüßte der Lumpen⸗ kübler den Ankömmling;— Bene,— parfaitement bien, — very well—» war die Antwort, wobei er zugleich eine als Geldbeutel dienende Schweinsblaſe vorwies, in welcher ſich eine Handvoll Kupfer⸗ und Silbergeld befand.„Schö⸗ ner Wochenverdienſt,— nicht wahr, du alter Waldteufel. Kannſt mancher jungen Tanne die Gurgel abſchneiden und manchem Buchlein Beine machen, bis du ſo viel beiſammen haſt.“—„Fechteſt wieder auf der Profeſſion, oder handelſt mit Bergpflanzen, daß du den Haberſack bei dir haſt?“— Niente— nichts Profeſſion, nichts Pflanzenhändler— das Cyclamen europæum geht ſehr flau, durchaus keine Nachfrage —— Nagelneues Geſchäft! Pompöſes, gloriöſes Geſchäft! Wir ſind Ticinese, ein armer ausgewieſener Ticinese! Geht brillant— bringt Geld wie Heu. Evviva Ticinesi! Evviva Mazzini und Radetzki und Luvini!— War eine famöſe Idee, dieſe Teſſiner⸗Ausweiſung. Jetzt aber gib einen Schnaps her, alter Waldteufel.“—
Der Lumpenkübler war eben am Einſchenken und zwar nicht allein dem Gaſte, ſondern zugleich auch ſich ſelbſt, als eine Geſtalt von höchſt ehrwürdigem Ausſehen den Kopf zur Thüre herein ſteckte. Es war ein Kopf mit einer Fülle ſau— ber gekämmter, ob der hohen Stirne ſorgfältig geſcheitelter, ſchneeweißer Haare und langem, wallendem, weißem Bart, — ein ächter Apoſtelkopf, wären die rothe Naſe und die triefenden Augen nicht geweſen.„Iſt es herlaubt zu erein⸗ kommen?“—„Entrez toujours, Apoſtel Petrus,“ gab der erſte Gaſt, welchen der Lumpenkübler mit dem fremdländi⸗ ſchen Namen Poveretti angeredet hatte, zur Antwort, worauf dem Apoſtelkopfe der Leib folgte, ein durchaus nicht apoſtel⸗ mäßig, ſondern in alte Militärhoſen und einen ſehr ſchadhaf⸗ ten ſchwarzen Frack gekleideter Leib, der auf zwei dünnen


