Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1854)
Entstehung
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Vorwort zum zweiten Zändchen.

Beim Erſcheinen des erſten Bändchens dieſer Kilt⸗ abendgeſchichten wurde der Titel derſelben vielfach einer falſchen Auslegung unterworfen. Kilten, ein uraltes mit dem angelſächſiſchencvyld und dem isländiſchen cvölld Abend verwandtes Wort, hat die Bedeutung des Aufbleibens bei Lichte, beſon⸗ ders zur Zeit der langen Winterabende. DerKilt⸗ braten iſt der Feſtbraten, welchen der Handwerks⸗ meiſter den Geſellen ſpendirt, wenn im Herbſt das Arbeiten bei Lichte beginnt;Kiltblume(Herbſt⸗

zeitloſe) iſt die Blume, welche ſich zur Zeit der kür⸗

zerwerdenden Tage entfaltet; der Mondkiltet, wenn er ſpät niedergeht. Der Ausdruckchwiltiwerch (Abendarbeit) kommt ſchon in einer Urkunde aus dem neunten Jahrhundert vor.Kiltabende ſind ländliche Soireen, da zur Herbſt⸗ und Win⸗ terszeit Bekannte und Nachbarn ſich um die düſter brennende Ampel verſammeln, und haben alſo mit dem von Pfarrer Kuhn ſel. in ſeinemHoſcho, Eiſi