Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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Füßen wild um ſich.Der Beſeſſene! raunte einer erſchrocken dem andern zu. Wohl ſprangen ihm etliche Mönche zu Hülfe und thaten das Mögliche, den böſen Feind zu bewältigen. Aber kein Beſegnen und kein Teufel⸗ austreiben wollte nützen. Der Lienhard ſchlug ſchwächer und ſchwächer um ſich und wurde zuletzt ganz ſteif und war todt. Ein Laienbruder will ein ſcheuß⸗ lich haarigtes Thier ihm aus dem Mund haben kriechen ſehen.

Erſchrocken und in Aengſten war Fideli dabei geweſen. Als er es begriffen hatte, daß der Lienhard jetzt todt ſei, da war es ihm, als ob Jemand ſein Herz mit einer Zange ab⸗ kneipte, denn der Alte war ihm Vater und Mutter zugleich geweſen, und die andern, däuchte ihm, hielten ihn doch nur für ihren Pudelhund. Und er warf ſich auf den todten ſteifen Mann und begann zu ſchreien, daß es einen Stein erbarmt hätte. Es war aber gerade ein vornehmer Herr im Kloſter zu Gaſt, der ließ ſich beim Nachtiſch die Geſchichte erzählen. Er wurde ordentlich davon gerührt und ſprach, indem er ein Biscuit in ſeinen Burgunder tunkte, das Büblein dürfe kein Strolch und Landſtreicher werden, ſondern ein guter und nütz⸗ licher Staatsbürger; er wolle ſehen, daß für daſſelbe geſorgt werde. Naglerhanſen packten ob dem Rumor ihre Sachen zuſammen, ſo ſchnell ſie konnten, und machten ſich, um zwei Glieder ärmer geworden, fort. Sie ſollen ſich ſeither nie mehr im Gebiete des Wettinger Kloſter gezeigt haben. Fi⸗ deli aber wurde von dem vornehmen Herrn bei einem Bauern als Knechtlein verdingt.

Dazumal hatte Fideli den Glauben, es gebe zweierlei Sorten Leute in der Welt: die mindere Sorte müſſe fort und fort herum ziehen, Keſſel flicken, Scheeren ſchleifen, Schuh⸗

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