Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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„Aber auf den Kühhandel verſtehe ſich Keiner beſſer, und das ſei der„füülſt“, den es gebe.“„So ſolle er ſich eine Frau auf dem Kühmarkt erhandeln“,— verſetzte Liſeli ſchnippiſch. „Halte doch dein ſchlimmes Maul im Zaum, ermahnte der Vater, und bedenke, wie ſchön ſich der Haberberg zur Sommer⸗ halde ſchicken würde. Hätten einmal beide den gleichen Meiſter, es wäre der ſchönſte Hof nicht nur im Kanton, ſondern faſt im ganzen Schwizerländli. Das Herz im Leibe lache einem wenn man nur daran denke.“ Da legte Liſeli das Meſſer, womit es den Salat gerüſtet in den Schooß, ſtellte das Körb⸗ chen zu Boden, nahm den Vater bei beiden Händen und ſchaute ihn mit ſeinen blauen Augen herzhaft an:„So weiſt' was, Aetti! Laſſe das Hochzeit zwiſchen dem Haberberg und der Sommerhalde mira verkünden, ſo bald du willſt, wenn ſie ſich ſo wohl zuſammen ſchicken; nur laß mich dabei aus dem Spiele, denn ich ſchicke mich nicht zum Friedensrichter. Wegen meiner brauchſt dann keinen Kummer mehr zu haben, denn ich gehe in die Stadt und werde Kloſterfrau. Jetzt weiſt's, Aetti.“— Und nahm den Salat ins Fürtuch, ging ohne ein weiteres Wort von dannen und ließ den Joggi in ſchweren Gedanken über der Kinder Ungehorſam und die Vortheile einer

Union zwiſchen der Sommerhalde und dem Haberberg auf dem Stallbänklein ſitzen.

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Noch ſaß er da, als ſchon der Abendſtern über dem Leber⸗

berg ſchimmerte; da kam durch das Zwielicht ein Bürſchlein daher, geradewegs auf Joggi los.„Ob er wohl hier am rechten Ort ſei? Er ſuche Arbeit und möchte auf der Som⸗ merhalde als Knecht dingen.“ Joggi war nicht in der Laune, freundlichen Beſcheid zu geben; er warf kaum einen Blick auf den Geſellen, der doch noch ſauber genug ausſah, in ſo weit als der Reſt von Tageshelle zu ſehen erlaubte,— denn ſein blaues Burgunderhemd ſchien nagelneu und an den Zwilch⸗ hoſen führte er keineswegs eine vollſtändige Muſterkarte von Wagenſchmiere nach, wie es bei dieſem und jenem, der dazu