Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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haben, für die Unköſten, in welche euch meine Tochter geſetzt hat, als ſie bei euch war; es ſoll nicht wieder geſchehen. Dieſer Tabak war der Baſe dann doch zu ſtark.Es ſei nicht, daß es ſein müſſe. Ihr Fritz ſei auch nicht auf der Gaſſe gefunden worden, und es brauche nicht gerade Karlidürſen Joggi's Liſeli zu ſein. Es gäbe gottlob noch andere anſtän⸗ dige Mädchen zu Stadt und Land. Uebrigens wolle ſie nicht länger überläſtig ſein. So ſchied in Zorn und Unfrieden, was erſt noch ſo freundſchaftlich zuſammengekommen war.Iſt das däwäg, meinte Lungi, welches an der Thürſpalte gelauſcht hatte. Eigentlich ſollte ich dem Liſeli nichts davon ſagen, weil es ſo heimlich that mit ſeinem Ring. Aber ſo ein wüſter Hung, der kein Erbarmen hat, iſt das Lungi dann doch noch nicht. Und ſtehenden Fußes ging es dem Mädchen das be⸗ horchte Geſpräch zu erzählen. Unterdeſſen war Baſe Lämmli in ihren Rumpelkaſten eingeſeſſen, ohne Abſchied abgefahren und kutſchierte unter vielfachen Verwünſchungen des Geſchlechts der Muttenſtüpfer im allgemeinen und Vetter Jakob's insbeſon⸗ dere mit ihrem halbblinden Schimmel der Stadt entgegen. Liſeli war ſonſt nicht minder frohen Gemüthes, als der Buchfinken einer, die an den ſchönen Märztagen von den Kirſch⸗ bäumen an der Sommerhalde ihre Lieder in die Lüfte ſchmet⸗ tern. Seit ſeiner Rückkehr aus der Stadt ließ es aber ordent⸗ lich den Kopf hangen und kam nicht ſelten mit verweinten Augen aus irgend einem heimlichen Winkel hervor. Vater Joggi nahm ſich dieß freilich zu Gemüthe, denn Liſeli war dem Aetti feſt genug ans Herz gewachſen. Aber er hatte ſeine eigenen Anſichten über Herzens⸗Angelegenheiten. Er glaubte nämlich, es verhalte ſich mit der Liebe ungefähr wie mit einem tüchtigen Pfnüſel oder mit den Gſüchti, man komme am beſten davon durch ſchwitzen; und an Gelegenheit ſolle es dem Liſeli gewiß nicht fehlen. Er wette ſeine ſchönſte Kuh im Stall gegen ein verlaustes Guſti, bevor man den Ha⸗ ber ſchneide, habe Liſeli die Dummheiten, welche man ihm