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Abweiſung ſchicken. Obgleich ich mich mit Sehn— ſucht nach den froͤhlichen Scenen des Weltlebens zuruͤck wuͤnſche, ſo fuͤhle ich doch ein ſolches Ge⸗ miſch von Gleichguͤltigkeit und Kaͤlte dagegen in mir, daß ich nur mit Gewalt einen entſcheidenden Schritt zu thun vermag. Faſt moͤchte ich mich ei⸗ nem Schiffchen vergleichen, das auf einem Strome ohne Segel und Ruder ſchwimmt, und bei zuruͤck⸗ kehrender Fluth mit gleichem Widerwillen von der Gewalt des aͤußeren Anfalles fortgeriſſen wird.“ „Glaubt mir, Almira,— erwiederte Va— ledia,„Ihr denkt uͤber manche Dinge viel zu ſcharf nach, um gluͤcklich zu ſeyn. Leider iſt es in die⸗ ſem Leben nothwendig, daß wir weder Gluͤck noch Ungluͤck, Vergnuͤgen oder Schmerz zu ſehr achten, und doch muß ich geſtehen, daß es ſehr ſchwer iſt, ſtets die Mittelſtraße zu finden, die uns, wenn wir anders ſanft durchs Leben gleiten wollen, un⸗ entbehrlich iſt. So wie ich ſehe, ſeyd Ihr viel zu ſehr exaltirt, um Antonio's Brief beantworten zu koͤnnen. Beruhiget daher Euer Inneres und antwortet ihm, wenn Ihr mehr Muſe habt. Sagt ihm dann aber auch Alles, wie Ihr denkt und fuͤhlt, und laſſet jene hoͤhere Macht getroſt walten, die alles durchſchaut und regiert.“—
Ende des erſten Theils.


