Teil eines Werkes 
1. Th. (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

moͤglich, ſich einen Weg durch den Tumult zu bah⸗ nen. Mohrere Frauen befanden ſich in gleichem Zuſtande, waͤhrend Antonio zum peinlichſten Stillſtande gezwungen wurde, bis ihm Denia endlich zu Huͤlfe eilte, und die Beſinnungsloſe durch ſeinen Beiſtand nach den Garten gebracht wurde.

Hier kaum angelangt, ſchlug ſie die Augen auf, blickte mit der ſanfteſten Miene nach Al bert de Denia und ſagte mit einem Tone voll der zarteſten Weichheit:Wie? Senor! Ihr ſeyd mein Retter, dem ich ſo viel zu danken ha⸗ be. Oh, ſprecht um des Himmelswillen! wo iſt mein Vater?

Beruhigt Euch, Almiral verſetzte Albert.Don Padilla war nicht zugegen, als ſich das Ungluͤck ereignete. Doch wie koͤmmt es, daß Ihr noch in Madrid ſeyd, da ich Euch ſchon viele Meilen von hier entfernt glaubte?

Still und zuruͤckgezogen ſaß de los Velos noch immer neben an, und blickte voll Sehnſucht in Almirens Auge. Kaum hatte er aber die vertraulichen Worte ſeines Freundes vernommen, ſo erwachte ploͤtzlich fuͤrchterliche Eiferſucht in ſei⸗ nem Buſen. Mit dem bitterſten Tone ſagte er: