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denſchimmer wirklich eine weibliche Geſtalt in der Ferne, die er dem Aeußern nach fuͤr ſeine ſchoͤne Unbekannte hielt, obſchon ſie jetzt einen Schleyer trug, der bis an den Boden reichte. Zitternd vor Wonne eilte er auf ſie zu und ſprach:„Bei Gott— Donna! das Gluͤck erweiſet mir eine Gunſt, die ich von ſeinen Haͤnden nimmer zu er⸗ langen hoffte. Schon glaubte ich mich jeder Ge— legenheit beraubt, Euch wieder zu ſehen, und bin nun ſo gluͤcklich, Euch wenigſtens auf einige Augen⸗ blicke ohne Zeugen ſprechen zu koͤnnen.“—
„Ihr ſeyd ungemein verbindlich, Senor!“— ſagte die Dame.
„Welchem Manne waͤre es moͤglich, bei Eu— ren Reizen— ſchoͤne Donna! gleichguͤltig zu blei— ben. O, waͤrve es mir doch vergoͤnnt, die Reize, die nun ein laͤſtiger Schleyer verdeckt, noch ein⸗ mal zu bewundern, bevor ſie ſich in die traurige Stille des Kloſters begraben.“—
„Des Kloſters?“— ſchrie die Fremde. „Wahrlich, Senor, Ihr ſeyd im Irrthume. Noch nie kam mir der Gedanke, mich in die Mauern jenes verdienſtloſen Kerkers lebendig zu begra⸗ ben.“
„Und verbergt Eure Reize dennoch hinter je⸗ nem neidiſchen Voile!“— erwiederte Antonio.
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