bringen, worin ſich aber leider nicht mehr die echten Zettel befanden.“.
Hier zuckte der Bankier zuſammen, und man hörte, wie er hinter den feſt verſchloſſenen Lippen mit den Zähnen knirſchte.
„Er brachte die Brieftaſche an ſich, halb mit Gewalt, halb mit Ueberredung und dann— verlangen Sie den Schluß meiner Erzählung zu hören?“ fragte Madame Reveillot.
„Immerhin,“ brachte der Bankier mühſam und tonlos hervor,„ein Schluß muß ſein, er iſt wie die gültige Unterſchrift am Ende einer Urkunde.“
Die Augen der alten Frau glänzten im Ausdrucke tiefen Mitleids, als ſie in die erdfahlen Züge ihres Ge⸗ genübers blickte und als ſie ſah, wie Herr von Mar⸗ tini mühſam und ſchwer athmete und wie er auf ſeinem Stuhle ſchwankte; ſie wäre vielleicht nicht im Stande ge— weſen, ihre Geſchichte zu beendigen, wie ſie ſich vorge⸗ nommen, wenn jener nicht trotz alledem mit einer über⸗ menſchlichen Anſtrengung den Ausdruck kalter Ruhe, ja ein leichtes Lächeln um ſeine Züge beibehalten hätte.
————„und als ſich der Bankier ſo in den Beſitz der Brieftaſche geſetzt, ſorgte er auf ſeine Art für den Anderen— Herr von Martini brachte Herrn Morel in die Privat⸗Irren⸗Anſtalt des Herrn Doktor Narder,


