Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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das hinterlegte Kapital von fünfmalhunderttauſend Tha⸗ lern nebſt Zinſen. Um ſie nun zu erhaltem, beging der Eine der beiden Männer an dem Anderen jenen gräß⸗ lichen Mord in der Sylveſternacht. Der Mörder entfloh, und nachdem er einen ſchweren Fall in einen Steinbruch hinab gethan, wo er ſtundenlang beſin⸗ nungslos liegen blieb, fand er Aufnahme bei einem Köh⸗ ler, hielt ſich dort eine Zeitlang verborgen und entkam alsdann unter allerlei Verkleidungen in ſeine Heimat, wo er ärmlich und kränklich ſein Daſein friſtete, denn von jenem Sturze war ſein Geiſt getrübt und erſt nach Jah⸗ ren gelangte er wieder zur vollen Beſinnung, um ſich auch der Vergangenheit zu erinnern und Schritte bei jenem Bankier zu thun, um wenigſtens einen kleinen Theil des demſelben anvertrauten Geldes zurück zu er⸗ halten.

Ein tiefer Athemzug ſchwellte die Bruſt des Bankiers, doch lächelte er, wie man zu lächeln pflegt beim An⸗ hören einer Geſpenſtergeſchichte, welcher man keinen Glauben ſchenken will, die uns aber tief im Innerſten erſchüttert.

Der Mörder führte ſeinen Vorſatz aus und erſchien vor dem Bankier, wurde auch von dieſem wieder erkannt, obgleich jener ſich ſehr verändert hatte. Der Bankier ent⸗ färbte ſich, als er die lange, bleiche Geſtalt vor ſich er⸗