— 14
haben, das einzugeſtehen, denn er ſagte, ſich erhebend und einen Gang durch das Zimmer machend:„Ja, Groß⸗ mutter, ich würde mir nichts mehr daraus machen, dieſe 5 mir ſo lieb gewordenen Räume zu verlaſſen— natürlich 6 mit Dir— und ein wenig nach Frankreich zu gehen, ¹ nach der ſchönen Touraine, immer mit Dir, wohlver⸗ 4 ſtanden.“ Er trat hinter die alte Frau, umfaßte ſie leicht mit ſeinen Armen und drückte ſeine Wangen an ihr Geſicht: „Du haſt mir immer geſagt,“ fuhr er nach einer kleinen Pauſe fort,„ich ſehe meinem Großvater ſo ähnlich, denke Dir nun den Spaß, wenn wir in das kleine Städtchen A kämen, wo Du gelebt hatteſt, und die alten Leute riefen: Voilà Monsieur le Marquis de Reveillot!“ „Wie ſo, Monsieur le Marquis de Reveillot?“ fragte die alte Frau, erſtaunt aufblickend. „Nun, haſt Du mir nicht neulich im Scherze erzählt,. man hätte Deinen Mann, meinen Großvater, in ſeiner Jugend ſo genannt?“ 3„Ah ſo.“ 4 „Und dann ſchau' mich an, Großmutter,“ ſagte er, ſich hoch aufrichtend, mit einem heitern Lächeln,„würde ich meinem Großvater, der ein ſchöner Mann geweſen iſt, 1 nicht alle Ehre machen, ſelbſt wenn er ein wirklicher Marquis de Reveillot geweſen wäre?“


