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einem eigenthümlichen Gefühle im Herzen die Marmor⸗ treppe des ſtillen Hauſes hinauf. Oben wurde er von der Kammerjungfer empfangen, welche ihn auf's Freund⸗ lichſte grüßte und ihm dann voranging in das Zimmer des Fräuleins.
Er war hier ſchon oft geweſen; er kannte das blaue Vorzimmer, ſowie den grauen Salon, wo Anna's Flügel ſtand, wo er ſchon häufig ſeine kleinen Aufträge abge⸗ geben, oder welche empfangen hatte. Auch jetzt wollte er hier warten, doch ſagte die Kammerjungfer:„Folgen Sie mir doch, Herr Fontenay— das gnädige Fräulein wird ſogleich in ihr Schreibzimmer kommen.“
Dieſes hatte er noch nicht geſehen, und doch kam es ihm ſo bekannt vor: es war ganz daſſelbe Gemach, wie das Arbeitskabinet des Herrn von Martini, welches auf der Vorderſeite des Hauſes lag, während hier das ein⸗ zige große Fenſter auf den Garten ging, doch bemerkte man durch die rieſenhafte Scheibe beinahe gar nichts von Wind und Regenwetter draußen: beinahe das ganze Glas war auf's Künſtlichſte umſponnen von rankendem Epheu, und unten befand ſich ein kleiner Blumenkorb, welcher die Breite des Fenſters einnahm und mit blühenden Pflanzen, Hyacinthen, Primeln, Veilchen beſetzt war, von denen be⸗ ſonders die erſten einen faſt berauſchenden Duft aus⸗ ſtrömten. Wie drüben bei dem Bankier, ſo ſtan auch


