Riedberg
kurz und — weißt 94
nicht ſo iht ſelbt in eigen⸗ en; auch ach einer Du die⸗
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1 fangen.
freuen, Freigniß
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„Ein ſehr glückliches Ereigniß— und
doch bei alledem,“ fuhr er nach einem minutenlangen
Stillſchweigen in heftigem Tone fort,„wirſt Du mir nicht
übel nehmen, liebe Großmutter, wenn ich Dir die Ver⸗ ſicherung gebe, daß mir dieſes glückliche Ereigniß recht, recht wehe thut.“
Die alte Frau gab ſich Mühe, ihn jetzt erſt mit auf⸗ fallendem Erſtaunen anzuſehen.
„Ja recht wehe,“ fuhr er leidenſchaftlich fort, indem er ſeine rechte Hand zuſammenballte, nachdem er einige Sekunden lang ſeine Lippen unmuthig bewegt,„Du wirſt mich für keinen dummen Egoiſten halten, weil ich das geſagt, und wirſt nicht glauben, daß ich meine Stellung auch nur im Geringſten verkenne, ich, der jüngſte Diener des Hauſes neben ihr, der einzigen Tochter eines Mil⸗ lionärs pah, es wäre das zu lächerlich— aber gib Acht, Großmutter, es wird Allen auf dem Comptoir eben ſo unangenehm ſein wie mir von Herrn Ringel an gefangen bis zum letzten Lehrling.“
„Das klingt ja ganz wunderbar,“ erwiederte Madame Reveillot,„was kümmert euch Alle denn die Tochter eures Prinzipals?“
„Was ſie uns kümmert?— Eigentlich gar nichts, aber daß ſie überhaupt da iſt, das erregt in uns Allen ein wohlthuendes Gefühl— ich weiß nicht, ob ich mich
Hackländer, Zwölf Zettel. I. 11


