Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Herr von Martini hat eigentlich nicht viel von ſeinem Leben: den ganzen Tag beſchäftigt, immer eilig, immer haſtig von einem Briefe, von einem Buche, von einer Zeitung zur andern eilend, findet er ſelten die Zeit, ſeiner einzigen Tochter mehr als ein flüchtiges Wort zu ſagen was nützt ihn auf dieſe Weiſe ſein ungeheurer Reichthum?

Ja, er muß ſehr reich ſein.

So heißt es in der Finanzwelt, ſagte Herr Wer⸗ derübrigens hat das Haus von Martini und Sohn auch ſeine Kriſen gehabt, freilich noch unter dem alten Herrn, wo es einmal ſehr nahe am Fallen war.

Dein Vater und der Veſe Buchhalter ſind bekannt⸗ lich gute Freunde, und ſo ſchweigſam Herr Ringel auch auf dem Comptoir iſt, ſo wird er doch bei einem Glaſe Wein mittheilſam, da könnteſt Du wohl Näheres wiſſen.

Aus dieſer Quelle nicht das Geringſte, denn Herr Ringel geht in ſeinen Mittheilungen nur bis zur Grenze, wo die Geſchäftsgeheimniſſe beginnen, und was die an⸗ belangen, könnte man ihn auf einen glühenden Roſt legen, ohne etwas aus ihm herauszubringen. Daß das Haus von Martini und Sohn vor vielleicht zwanzig Jahren einmal ſehr ſchlecht ſtand, wiſſen alle Eingeweihten, und über den Aufſchwung, den es darauf plötzlich genommen, erzählt man ſich die verſchiedenartigſten Geſchichten: nach den