Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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de Bourbel in Portugal blieb, gewiß iſt aber, daß er daſſelbe auf Befehl des Herrn Hyde de Neuville verlaſſen mußte. Er befand ſich ſodann bei der franzöſiſchen Geſandtſchaft in Dänemark, aber nicht lange. Da er das Unglück gehabt hatte, einen Gegner im Duell zu tödten, ſo verließ er Kopenhagen bald, um nicht wieder dahin zurückzukehren.

Dieſes Duell, welches dem Herrn Haide das Leben koſtete, machte großes Aufſehen und gab dem Herrn von Bourbel den Ruf eines Spielers, Raufboldes und Roués. Er ſah ſich deshalb ge⸗ nöthigt, die diplomatiſche Laufbahn zu verlaſſen, und wurde der geheimen Polizei beigegeben, der er wegen ſeines gefälligen, liebens⸗ würdigen Benehmens und wegen ſeiner Kenntniß der fremden Spra⸗ chen und verſchiedenen Länder Europa's große Dienſte leiſten konnte. Er ſprach vier Sprachen eben ſo geläufig als das Franzöſiſche; er war viel gereiſt und wußte gefälliger als irgend Jemand zu plau⸗ dern und zu erzählen. Er liebte die Künſte als echter Kenner. Er zeichnete mit Talent und malte ſelbſt in Oel beſſer als bloßer Dilettant; i hohem Grade aber beſaß er das Talent, geiſtreiche Carricaturen zu entwerfen. Mit bewundernswürdiger Geſchicklich⸗ keit ritt, tanzte, focht und ſchoß er. Für einen ſolchen Mann mußte die Galanterie eine ernſte Lebensbeſchäftigung ſein, und die chronique scandaleuse von Paris erzählt denn auch wirklich von ihm eine Menge Geſchichten, welche weder dem Geſchmacke, noch der Moralität des Marquis Chre machen. Im Jahre 1832 ver⸗ heirathete er ſich mit einer reichen Engländerin; da aber damals der Aufenthalt in Paris für ihn einigermaßen gefährlich geworden war, ſo brachte er, wie man glaubt, die Jahre 1833 und 1834 in England zu. In dem letztern Jahre begab er ſich mit ſeiner Frau, die damals Mutter zweier Kinder war, nach Florenz, wo er bis 1838 blieb. Um dieſe Zeit zog er ſich in ein Landhaus bei Livorno zurück. Es iſt nicht nöthig, hier zu ſagen, was der Herr von Bourbel als Ehemann that; es genügt die Erwähnung, daß