Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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fand eine ſo ſtaunenswerthe Verwandtſchaft, daß ſie meine kühn⸗ ſten Hoffnungen überſtieg, und ich den Entſchluß faßte, ein ver⸗ gleichendes Lerikon dieſer Sprachen zu verfaſſen, welches die Wurzeln zahlloſer Wörter in unſerer Sprache enthielte: dies oder etwas Aehnliches war auch die Abſicht eines gelehrten Geiſtlichen in Schottland; aber das Unternehmen blieb unausgeführt, denn er ſtarb zu früh, und was mich betrifft, ſo ſind die meiſten meiner Bücher und Schriften verloren gegangen.

Dies iſt die Erzählung, welche Eugen Aram über ſein Thun und Laſſen bis zur Verübung jenes Verbrechens gegeben hat, welches die Verwünſchung der Welt und die äußerſte Strafe des Geſetzes über ihn brachte. Von allen Verbrechen, die der Menſch begehen kann, ſcheint keines die Allmacht ſo ſehr zu beleidigen, wie der Mord, und es iſt, als ob der Allgerechte dieſes furchtbare Verbrechen ſich beſonders aufzudecken beſtrebe, gleichſam um die Menſchen zu warnen und ihnen zu zeigen, daß Felſen ſie nicht verbergen und keine Entfernung ſie gegen die unvermeidlichen Fol⸗ gen der Verletzung eines Geſetzes, das die Natur gegeben und der Menſch bekräftigt hat, ſichern könne. Die außerordentliche Art, wie dieſe Mordthat entdeckt wurde, iſt eine der vielen Fälle der Dazwiſchenkunft des Allerhöchſten.

Daniel Clark war zu Knaresborough geboren, ſtammte von ehrbaren Aeltern und trieb in dieſer Stadt das Gewerbe eines Schuhmachers. Im Januar des Jahres 1744 oder 45 vermählte er ſich und wurde dadurch Eigenthümer eines Vermögens von 200 bis 300 Pfund. Er ſtand zu dieſer Zeit in Knaresborough in gutem Credit, und man hat Grund, zu glauben, daß Eugen Aram und ein gewiſſer Houſeman, ein Flachshändler, einen Plan ent⸗ worfen hatten, um verſchiedene Kaufleute um eine beträchtliche Menge Waaren und Silberzeug zu prellen. Zur Ausführung

wählten ſie Clark, als das dazu tauglichſte Werkzeug, weil er einen

guten Ruf genoß und erſt kürzlich durch die oberwähnte Heirath