Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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Im April 1744, ich glaube am 18., ging ich wieder nach London und lehrte für den ehrwürdigen Herrn Painblanc die la⸗ teiniſche Sprache, wofür er mir einen Gehalt gab und franzöſiſch lehrte. Der ſchwierigſte Theil dieſer Sprache war für mich die Pronunciation, denn ich hatte nie zuvor ein Wort franzöſiſch ge⸗ hört. Durch unermüdlichen Fleiß bezwang ich auch dieſe Schwie⸗ rigkeit und wurde bald in ziemlich hohem Grade dieſer Sprache kundig. Ich blieb in dieſer meiner neuen Stellung ungefähr zwei Jahre.

Einige Zeit nachher ging ich nach Hays als Schreibmeiſter und diente einer Frau von Stande; dann lebte ich im Hauſe eines würdigen Geiſtlichen gegen vier Jahre. Ich bekleidete hierauf mehrere ähnliche Stellen und benutzte jede Gelegenheit, um meine Kenntniſſe zu vermehren. Dann ſchrieb ich Parlementsacten für das Kanzleigericht ab und ging nachher an die Freiſchule zu Lynn.

Von meinem Weggange von Knaresborough bis jetzt iſt eine lange Zeit vergangen, die ich mit dem Studium der Geſchichte, Archäologie, Heraldik und Botanik ausfüllte; die letzte Wiſſen⸗ ſchaft unterhielt mich, der Mannigfaltigkeit der Natur wegen, ſehr angenehm. Ich kannte die Werke Tournefort's, Ray's, Miller's, Linné's u. ſ. w. genau. Ich beſuchte häufig den botaniſchen Gar⸗ ten zu Chelſea und ſtrich auf den Feldern herum, bis mir kaum eine Pflanze, weder eine heimiſche noch eine exotiſche, mehr un⸗ bekannt war. Außerdem wagte ich mich an das Chaldäiſche und Arabiſche und ſchaffte mir zu dem Ende Erpenius, Chappelow und andere Werke an; das Chaldäiſche fand ich wegen ſeiner Verwandt⸗ ſchaft mit dem Hebräiſchen ziemlich leicht; im Arabiſchen aber habe ich aus Mangel an Zeit nie große Fortſchritte machen können.

Dann erforſchte ich das Celtiſche, ſo weit als möglich, in allen ſeinen Dialekten, begann zu ſammeln und ſtellte Vergleichungen zwiſchen dieſer Sprache und dem Engliſchen, Lateiniſchen, Grie⸗ chiſchen und Hebräiſchen an. Ich verglich dreitauſend Worte und