Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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Dernes.

An einem Septembernachmittag des Jahres 1751 kamen etwa zwanzig Kinder mit einem Geſchrei und Gelärme, wie wenn ein Volk Rebhühner auffliegt, aus der Schule in Chartres. Die Freude war bei der kleinen losgelaſſenen Bande doppelt groß; ein unbe⸗ deutender Zufall hatte den Lehrer gezwungen, die Schule eine halbe Stunde früher zu ſchließen, als gewöhnlich, und außerdem ließ man ſie diesmal allein nach Hauſe laufen, weil ihr gewöhnlicher Begleiter gleichfalls bei der Verwirrung betheiligt war, die jener Zufall unter dem Lehrerperſonal veranlaßt. Dreißig oder vierzig Minuten gewonnen, und dazu eine ganz unerwartete, unbewachte Freiheit! Nichts zu fürchten von dem ſchwarzen Corporal im Pfaf⸗ fenrock! Welche Glückſeligkeit! Jeder hatte ſich feierlich und unter Androhung der ſtrengſten Strafe verpflichten müſſen, geradewegs ins älterliche Haus zurückzukehren; aber die Luft war ſo rein und der Himmel lachte ſie rings ſo freudig an. Die Schule, oder vielmehr der Käfig, aus dem der wilde Schwarm eben entflogen, lag an dem äußerſten Ende einer Vorſtadt, und man hatte nur wenige Schritte bis zu einem Gehölz, durch das ein Bach floß und hinter welchem ein hüglichtes Stück Land lag, das die Eintönigkeit einer weiten fruchtbaren Ebene angenehm unterbrach. Wie hätten ſie da gehorchen und nicht der Luſt, ins Weite zu fliegen, nachgeben ſollen? Der Duft der Wieſen, Blumen und Kräuter berauſchte ſelbſt die Vernünftigſten von ihnen und verlockte ſogar die Furchtſamſten. *

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