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„Ja, ich verehre ſie.“
„Nun wohl, ſo beuge Dich Deinem Schickſal, thue Buße und bete zu Allah, ſeinem Propheten, denn Dein Haupt...“
Ali ließ ſie nicht ausreden.„Mein Haupt,“ ruft er wüthend, „iſt nicht ſo leicht zu haben, wie das eines Sklaven.“ Zugleich ſchießt er Haſſan in den Schenkel und tödtet mit dem andern Piſtol Mehemed; ſeine Leibwache ſtreckt vier Mann nieder. Erſchrocken weichen ſie vom Kiosk zurück. Ali bemerkt, daß ſeine Bruſt eine Wunde bekommen, und brüllt wie ein Stier. Niemand wagt ſeiner Wuth entgegenzutreten, aber von allen Seiten ſchießt man auf den Kiosk. Mehrere Palikaren fallen an ſeiner Seite, er weiß nicht mehr, wohin er ſich wenden ſoll, denn die Angreifer drängen von allen Seiten. Ali wird von einer Kugel in die Seite getrof⸗ fen, von einer andern an der Wirbelſäule. Er ſchwankt, hält ſich ans Fenſter und ſtürzt auf ein Sopha.„Schnell,“ ruft er einem ſei⸗ ner Leute zu,„ſchnell, lauf' zur armen Vaſiliki und ſtich ſie nieder, damit die Unzlückliche nicht von dieſen Ruchloſen geſchändet wird.“
Die Thür öffnet ſich, aller Widerſtand hat aufgehört, die Pa⸗ likaren fliehen durch die Fenſter. Kurſchid⸗Paſcha's Waffenträger tritt mit den Henkern herein; Ali lebte noch.„Möge der gött⸗ lichen Gerechtigkeit genug geſchehen!“ ruft ein Kadi. Die Henker ergreifen den Verurtheilten am Bart, beugen ihn auf eine Treppen⸗ ſtufe herunter und metzeln ihm mit einem ſchartigen krummen Säbel langſam das Haupt vom Rumpf. So endigte Ali⸗Paſcha.
Die Nache des Sultans begnügte ſich nicht mit Ali's Haupt, ſondern ſeine ganze Nachkommenſchaft, ſeine Söhne und Enkel, mußten die Schuld des Familienhauptes bezahlen. Als man die Köpfe Mehemed'’s und Selim's, der Söhne Veli's, nach Konſtan⸗ tinopel brachte, wurde der Sultan von ihrer Schönheit gerührt
und rief in feiner Dummheit aus:„Schade! Ich hielt ſie für
eben ſo alt, als Ali!“—
W. J.
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