Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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und der Vertrag wurde abgeſchloſſen. Mitten in der Nacht ver⸗ ließen ſie das Lager und gingen zu Ali über.

Ueberall ſah man jetzt die Vorzeichen eines allgemeinen Aufſtandes; man hörte von Wundern, von Erſcheinungen, und alle Muhamedaner wurden von der Idee beunruhigt, daß die letzte Stunde ihrer Herrſchaft über Griechenland gekommen ſei. Zugleich war ein anderer für Ali günſtiger Umſtand eingetreten: man hatte nämlich Ismael⸗Paſcha ab⸗ gerufen und Kurſchid⸗Paſcha den Oberbefehl über das Heer gegeben. Sogleich ſchickte Ali an dieſen einen Botſchafter, um ihn für ſich gün⸗ ſtig zu ſtimmen.

Die Sulioten hatten Ali benachrichtigt, daß der Sultan ihnen höchſt vortheilhafte Anerbietungen gemacht, um ſie für ſeinen Dienſt zu gewinnen, und verlangten von ihm dringend die Citadelle Kiapha, welche Suli beherrſchte und die er ſich vorbehalten hatte. Er ant⸗ wortete ihnen, er beabſichtige am 26. Januar früh das Lager Pacho⸗ Bey's anzugreifen, und lud ſie ein, I beſem Angriff Theil zu nehmen. Sie ſollten bei Nacht in das Thal von Janina hinab⸗ ſteigen und eine beſtimmte Stellung einnehmen. Das Wort, woran ſie ſich erkennen wollten, ſeiFluri. Im Fall des Gelingens verſprach er alle ihre Wünſche zu erfüllen.

Ali's Brief wurde aufgefangen und fiel Ismael in die Hände, der ſogleich beſchloß, den Feind in ſeinem eigenen Netze zu fangen. Am folgenden Morgen macht Ali einen Ausfall und erobert gleich beim erſten Angriff eine Batterie von ſechs Kanonen. Da reitet ihm der Ober⸗Imam des Heeres entgegen in ſeinem vollen Ornat, auf einem reichgeſchmückten Maulthier ſitzend, und ruft laut den Fluch aus gegen Ali, welchen ſchon der Mufti ausgeſprochen. Ein abergläubiſcher Schreck bemächtigt ſich der muhamedaniſchen An⸗ hänger Ali's, und ſie wären geflohen, wenn nicht ein franzöſiſcher Abenteuerer auf den Imam losgegangen und ihn niedergeworfen hätte. Als dies die Feinde ſahen, glaubten ſie, Ali ſelbſt müſſe gegen ſie kämpfen, und flohen beſtürzt in ihr Lager zurück.