Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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ſage ich Dir, daß er mich durch ſeine verächtlichen Blicke und Ge⸗ behrden zuerſt dazu aufforderte. Ich beſchloß, ihn dafür zu beſtra⸗ fen, und ich denke, ihn meine Macht erſt recht fühlen zu laſſen, ehe ich von ihm ablaſſe.

Ihr Wunſch ging nur zu ſehr in Erfüllung. Nicht allein ge⸗ lang es ihr, das bisher unzugängliche Herz des finſtern Fana⸗ tikers zum Sitz der Qual und der Unruhe zu machen, ſie erweckte dadurch auch die ſtürmiſchen Leidenſchaften ſeines natürlichen Cha⸗ rakters wieder, die durch den mächtigen Einfluß der Religion für einige Zeit beruhigt worden waren, jetzt aber, gleich aufgeſchreck⸗ ten Rieſen, ihn wieder beſtürmten und mit Verzweiflung erfüllten.

Bisher war er einem ſtarken, gewappneten Manne gleich geweſen, aber er hatte zu ſehr ſeiner eigenen Sicherheit getraut, ein ſtärkerer war über ihn gekommen und hatte ſeine Rüſtung ihm abgeriſſen.

Nur zu bald wurde er gewahr, daß er ſein Glück den Händen eines launiſchen Tyrannen übergeben hatte, deſſen Rückſicht für ihn ſehr zweifelhafter Natur war. Er ſtrebte, ſeine Feſſeln abzuſchütteln, aber vergeblich, die Bethörung war zu mächtig. Sein Friede auf Erden war dahin, und der Himmel hatte aufgehört, ihm entgegen⸗ zulächeln, und jetzt trat Eiferſucht, bitterer als der Tod, zu den Qualen der Ungewißheit und den Vorwürfen ſeines eigenen Ge⸗ wiſſens.

Ein junger Uhrmacher, Namens William Parry, kam mit ſeiner verwittweten Mutter in das Dorf, eröffnete hier einen kleinen Laden und begann ſein Geſchäft. Da er noch jung war und ein angenehmer Mann, ſo meinten alle Mädchen von Woodfield, er brauche nothwendig eine Frau, und belagerten ſein Herz, indem ſie Ohrringe und andere Kleinigkeiten für weiblichen Putz bei ihm kauften. Phillis beſaß zwar zwei ſchöne goldene Ohrglocken, die den Neid aller ihrer Gefährtinnen erregten, doch ſobald der junge Uhrmacher in das Dorf gekommen war, fand ſie die Glocken alt⸗ modiſch und häßlich und verlor keine Zeit, ſie gegen ein neueres