Füßen ſitzt— ein ſanftes, geduldiges Kind, deſſen Anblick mir wohl bekannt iſt. Er ſtützt ſich auf eine kleine Krücke— auch dieß weiß ich— hilft ſich mittelſt derſelben auf meinen Schemel hinauf und flüſtert mir in's Ohr:„Ich bin kaum eines von dieſen, lieber Großvater, obgleich ich ſie innig liebe. Sie ſind ſo gar freundlich gegen mich, aber ich weiß, du biſt doch noch gütiger.“
Ich lege meine Hand auf ſeinen Nacken und beuge mich nieder, um ihn zu küſſen. Aber da ſchlägt meine Wanduhr, mein Stuhl ſteht wieder an ſeinem alten Platze, und ich bin allein.
Doch ſey's d'rum. Was iſt's auch, wenn dieſe Feuerſeite keinen andern Gaſt hat, als einen ein⸗ zigen, gebrechlichen, alten Mann? Von dem Giebel meines Hauſes kann ich auf hundert Heimſtätten niederſchauen, in deren jeder dieſe geſelligen Zuſam⸗ menkünfte zur Wirklichkeit werden. Auf meinen täglichen Spaziergängen komme ich an tauſend Menſchen vorbei, die alle ihrer Sorgen vergeſſen haben, die nicht mehr ihrer Mühen und ihres langweiligen, mit jedem Morgen ſich erneuenden Tagwerks gedenken, ſobald ſie ſich an ihrem Herde den Freuden der Häuslichkeit hingeben. Was wer⸗ den nicht in Mitte des Ringens dieſer ſich ab⸗ kämpfenden Stadt für freudige Opfer gebracht, welche Mühe läßt man ſich nicht gerne gefallen, welche Geduld und welchen Heldenmuth zeigt man nicht— Alles um des heimiſchen Herdes und ſeiner
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