und Entehrung meiner Nichte Befriedigung zu ver⸗ ſchaffen. Ja, Ihr thatet es. Euer Blick will es zwar in Abrede ziehen, ſehe ich“— rief er plötzlich, ihm in's Geſicht deutend und zurücktretend;„aber jeder Widerſpruch iſt eine Lüge.“
Er hatte die Hand an ſeinen Degen gelegt; aber der Ritter erwiederte ſo kalt wie zuvor, wäh⸗ rend ein Lächeln der Verachtung ſeine Züge überflog:
„Ihr werdet wohl bemerken, Sir— wenn Ihr anders gehörig zu faſſen vermögt— daß ich mir nicht die Mühe genommen habe, Etwas in Abrede zu ziehen. Euer Blick iſt kaum ſcharf genug, um in Geſichtern zu leſen, die nicht ebenſo derb und plumb, als Eure Worte ſind; auch wüßte ich mich nicht zu erinnern, daß Ihr in dieſer Beziehung je glücklicher geweſen wäret, ſonſt müßtet Ihr in einem Geſichte, das ich Euch namhaft machen könnte, längſt Gleichgültigkeit, wo nicht Widerwillen geleſen haben. Ich ſpreche zwar von längſt vergangenen Zeiten— aber Ihr verſteht mich.“
„Dreht und wendet Euch, wie Ihr wollt, Ihr gedenkt es zu läugnen. Aber jeder Widerſpruch, ent⸗ ſchieden oder bemäntelt, ausgedrückt oder blos ange⸗ deutet, iſt und bleibt eine Lüge. Ihr ſagt, Ihr wollet es nicht in Abrede ziehen— alſo gebt Ihr es zu?“
„Ihr ſelbſt,“ entgegnete Sir John, den Strom ſeiner Rede ſo glatt hinfließen laſſend, als wäre er durch kein einziges Wort der Unterbrechung gehemmt worden,„habt den Charakter des fraglichen Gentle⸗


